Urlaub, Teil 1: Kunming

Bericht 22 vom 3.8.2021. Geschrieben von Michael.

Im Juli waren wir drei Wochen in Urlaub – wie es scheint gerade noch rechtzeitig, denn seit 30. Juli sollen Mitarbeiter von BFDA die Provinz Beijing nicht mehr verlassen, da es einige neue COVID-19 Fälle in China gibt. Auch an anderer Stelle werden die Coronamaßnahmen gerade verstärkt. Der größte „Ausbruch“ seit etlichen Wochen: Es sind bisher deutlich weniger als fünfhundert Infizierte bekannt (davon eine Handvoll in Peking). Verglichen mit den Infektionszahlen aus anderen Ländern ein Witz. Aber – wir haben das schon mehrfach berichtet – die Reaktion hier in China ist sehr entschlossen und umfassend. Die Kollegen, die im August in Urlaub gehen wollten, haben jetzt wirklich Pech. 

Ich will jetzt also von unserem Urlaub berichten. Wir waren zwei Wochen im Norden der Provinz Yunnan und eine Woche im Süden der Provinz Gansu.

Wir haben viel gesehen und tolle Eindrücke gesammelt. Natürlich kann man die gar nicht alle schildern, und wahrscheinlich wäre es für den Leser auch etwas langatmig. Daher beschränke ich mich auf einige Highlights und verteile meinen Bericht auf mehrere Portionen.

Zunächst sind wir von Beijing nach Kunming, der Hauptstadt von Yunnan geflogen. Interessant an Kunming ist, dass man sich auf der geographischen Breite von Süd-Algerien oder Nord-Mauretanien befindet, also quasi in der Sahara. Trotzdem ist das Wetter sehr angenehm. Die Stadt heißt in China auch „die Stadt des ewigen Frühlings“. Das liegt unter anderem daran, dass die Stadt auf 1900 m liegt, aber wahrscheinlich auch an den speziellen geographischen Gegebenheiten mit vielen Niederschlägen und hohen Gebirgen drum herum.

In Kunming ist tatsächlich alles viel grüner und lange nicht so vertrocknet wie in Peking (Peking liegt auf dem 40sten Breitengrad, das entspricht einer Lage leicht südlich von Neapel) und es gibt ernsthafte Bäume. Auch Kunming ist eine Großstadt mit Hochhäusern. Es liegt an einem See zwischen Hügeln. 

Die Altstadt von Kunming ist wohl nahezu vollständig abgerissen und musste dem Neuen weichen. Die Altstadt-Häuser, die es noch gibt, lassen erahnen, dass die Bebauung im alten Kunming etwas anders aussah als in Peking. Während es in Peking die typischen eingeschossigen Hofhäuser gibt, hat Kunming zweigeschossige Hauser, in denen unten gearbeitet und oben gewohnt wurde, so wie hier:   

Besonders sehenswert in Kunming ist der Stone Forest außerhalb von Kunming. Die Natur hat dort malerische Felsformationen geschaffen. Auf den Hauptwegen ist es dort sehr voll. Viele staunende und fotografierende Menschen und viele andere, die mit den Besuchern Geschäfte machen wollen. Aber nur 200m vom Trubel entfernt, kann man die schöne Natur ganz alleine genießen.

Eine Erfahrung, die wir auf unserer Reise häufig gemacht haben: An den Eingängen und an den allerwichtigsten Plätzen ist es voll. Aber nur eine Querstraße weiter kann man sehr entspannt China genießen.

Zum Abschluss noch was Nettes aus Kunming. In Kunming haben die Taxis (die meisten sind Volkswagen Jetta) eine hochauflösende Leuchtreklame auf dem Dach. Diese Leuchtreklame wechselt ständig. Das Coole ist, dass die Leuchtreklamen auf allen Taxis synchron angezeigt werden. Das führt dazu, dass die Leuchtreklamen auf den Taxidächern auch synchron wechseln. Wenn sechs Taxis vor einem an der Kreuzung stehen und alle Leuchtreklamen gleichzeitig wechseln, ist das beim ersten Mal ein wirklich überraschender Anblick.

Lasst Euch überraschen!

Euer Michael

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